Männerfreizeit in Rasa/Tessin v.09.10. – 11.10.2009
Wir trafen uns am Freitag vor dem Gemeindehaus. Noch in dunkler Nacht fuhren wir um 7³° Uhr ab nach Rasa in`s malerische Tessin in der Schweiz, nördlich des Lago Maggiore. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr verdunkelte sich der Himmel, und es begann zu regnen. Nach knapp vier Stunden Fahrt zwängten wir uns zu acht plus Gepäck in die Seilbahn und diese trug uns durch dichte Wolken auf 900 Meter nach Rasa. Von der Schönheit der Landschaft noch keine Spur, dafür Regen im Überfluss.
Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, es waren überwiegend Zweibettzimmer, versammelten wir uns zum Mittagessen und wurden von unserer Gastgeberin empfangen. Sie gab uns zunächst ihre Richtung vor und einen kleinen Leitfaden, wie denn Teller und Besteck abzuräumen wären, dass Freiwillige für den Spüldienst gesucht sind bzw. sich in die Liste einzutragen haben, und bei der Abreise die Betten abzuziehen sind.
Gut gestärkt machten wir uns auf zur kleinen Kapelle. Dort empfing uns Pfarrer Detlef Kauper, der extra aus Erfurt angereist war. Er sollte uns diese zweieinhalb Tage durch unser Thema: “Männer – Richtungsweisend“ führen. Als Leitfaden diente uns Psalm 23 (Du bist mein Hirte ...). Mit Lobpreisliedern und Gebeten baten wir GOTT, unter uns zu sein und uns zu führen.
Zuerst stellten sich alle einundzwanzig Teilnehmer vor und jeder bekam die Gelegenheit, über sich, seine Erwartungen, seine Freude und Sorgen im Leben zu berichten. Es ist schon eindrucksvoll, wie lebendig unser GOTT ist und wie großartig ER in unserem Leben wirkt. In der Essenz stellten wir fest, dass die Männerwelt sich in vielen Feldern zurückgezogen hat und nicht ausreichend präsent ist. Wir sind aufgefordert wieder mehr zu zeigen und Felder, die unsere Frauen mit bewirtschaftet haben wieder einzunehmen und dafür Verantwortung zu tragen. Das gilt nicht zuletzt für unser Gemeindeleben.
In unsere heutigen Zeit mit enormen Ansprüchen an Kraft, Mobilität und Flexibilität keine leichte Aufgabe. Aber Gott hilft und unterstützt uns dabei. Er, der seine Herde führt, nicht willenlos hinter sich herzieht, sondern mit Güte und Barmherzigkeit einen jeden begleitet und auch kein Schaf im Stich lässt. Dieses Vorangehen hat unser Dieter Rehklau am Samstag Nachmittag bei unserer Bergtour als Führer gleich wörtlich genommen und ist mit schnellen Schritten den Berg hinaufgestürmt.
Fast ein bisschen zu schnell, den seine Herde musste ihn wieder einholen. Aber alle kamen Abends abgekämpft aber glücklich wieder ins Hotel zurück. Am Sonntag brachten wir dann dieses Wochenende auf den Punkt;
- wir sind abhängig von GOTT
- dürfen IHM bedingungslos vertrauen
- wir dienen zu SEINER Ehre
- unter SEINEM Schutz
- trotz mancher Widerstände
- denn GOTT meint es gut.
„Christen sind Menschen, die die Abhängigkeit von GOTT, als Glück empfinden“
Mit wem wir gehen, welche Richtung sich daraus ergibt, was unsere Aufgabe und Vorbildrolle ist, hat sich uns wieder klarer gezeigt. Diese Erkenntnis stärkt und macht uns für die Zukunft wieder mutiger. Interessant wird die weitere Umsetzung.
Zusätzlich schenkte uns GOTT an diesem Tag tollen Sonnenschein und ein tolles Panorama, was uns die Heimfahrt erschwerte, denn jeder von uns wäre noch gerne länger hier geblieben. Wir danken GOTT für diese fruchtbaren Stunden, auch dass er uns auf der Fahrt bewahrte und uns gut nach Hause brachte. Es war bestimmt nicht die letzte Männerfreizeit. Schon im Januar wollen wir dies bei einem Abend im Gemeindehaus fortsetzen und auch andere Männer hierzu einladen. Wir sind gespannt wie es weitergeht ......
